Jena-Cospeda, auf dem Weg nach Closewitz

Cospeda wurde erstmals urkundlich im Jahre 1259 erwähnt. Der Ortsname geht auf das altslawische „gospoda“ zurück, welches Herberge bedeutet. Zunächst war das Dorf Sitz der Adelsfamilie von Cossibode (auch Kossbode oder Kossweda) und wurde im Jahr 1359 an das Zisterzienserinnenkloster in Jena verkauft. Das ist aber vielleicht eher für einen örtlichen Heimatkundler von Interesse.

Bekannter ist schon, dass bei Cospeda die Schlacht bei Jena (geläufiger die Doppelschlacht bei Jena und Auerstädt) stattfand. Am 14. Oktober 1806 diente Cospeda als Aufmarschplatz für das Korps Lannes und Teile des Korps Augereau. Am 11. Oktober 1806, drei Tage vor der Schlacht, gab der Jenenser Professor Hegel noch rasch das endlich fertige, umfangreiche Manuskript seines ersten Hauptwerks „Phänomenologie des Geistes“ auf die Post an seinen Verleger. Durch die Falschmeldung, die Franzosen seien in die Stadt eingebrochen, entstand für den Rest des Tages ein unbeschreibliches Chaos in der Stadt und ihrer Umgebung, so dass Hegel lange Zeit den Verlust des Manuskripts befürchtete, das aber tatsächlich seinen Verleger erreichte.

Am Abend der Schlacht selbst wurde Goethe in seinem Haus in Weimar von plündernden französischen Soldaten lebensgefährlich bedroht und durch das beherzte Eingreifen seiner langjährigen Lebensgefährtin Christiane Vulpius gerettet. Er heiratete sie fünf Tage später am 19. Oktober 1806. Als Gravur für die Ringe wählte Goethe das Datum der Schlacht bei Jena: 14. Oktober 1806.

Also könnte man Cospeda, Stadtteil Jenas im Norden, doch kennen, oder?

Wir organisieren das!