Leipzig, Innere Nordvorstadt: Plan von 1943

Die Innere Nordvorstadt von Leipzig ist ein kleineres Gebiet zwischen dem Hauptbahnhof und dem wesentlich größeren Stadtteil Zentrum-Nordwest mit Leipzig-Gohlis im Norden. Eine der Straßenbahnhaltestellen, Park und Kirche am Nordplatz (Linie 12) markiert ungefähr die Mitte des Wohngebietes.

Das weithin sichtbare Hotel Westin liegt südlich in der Gegend und nah an der Innenstadt. Dort finden sich überwiegend Büros, Banken und andere Hotels, auch das aufgelassene Hotel Astoria. Der mehr nördlich gelegene Teil beherbergt ein paar herrliche Straßen mit traumhaften Wohnhäusern, zum Beispiel die Lumumbastraße, mit Mengen an kleinen Läden und Restaurants in der Gohliser Str. Die Grenzen zu Gohlis Süd und Gohlis Mitte sind hier fließend. Die Innere Nordvorstadt liegt direkt vis-a-vis zu dem renommierten und international bekannten Leipziger Zoo. Am Nordplatz prägen die Michaeliskirche sowie Gründerzeit- und Jugendstilhäuser das Wohnumfeld. Das Rosental ist als beliebtes Naherholungsgebiet fußläufig in wenigen Minuten erreichbar und die pulsierende Leipziger Innenstadt sowieso.

Früher befand sich auf dem Gebiet der Inneren Nordvorstadt "Löhrs Garten". Dieser war im 18. und 19. Jahrhundert ein Bürgergarten nördlich von Leipzigs Innenstadt. Er wurde im Süden von der Promenade, im Westen von der Pfaffendorfer Straße und im Norden von dem Flüsschen Parthe begrenzt. Im Osten reichte er ungefähr bis zur heutigen Nordstraße. Der Leipziger Bankier und Ratsherr E. H. Löhr (1725-1798) ließ den Garten in den Jahren 1770/1771 auf einem sumpfigen Gebiet im Stile eines englischen Landschaftsparks anlegen. Den südlichen Abschluss des Gartens bildete Löhrs Haus, dem heutigen Hotel Fürstenhof. Nach Löhrs Tod erhielt der Park nach seinen Erben den Namen "Keils Garten". Der letzte Besitzer des Gartens, Dr. Adolph Keil, ließ das Grundstück ab 1870 schrittweise parzellieren und verkaufte das restliche Grundstück und das Haus im Jahr 1886 an die Leipziger Immobiliengesellschaft A. G. (ehemaliger privater Bauträger, 1872 gegründet, im II. Weltkrieg liquidiert) die das Gelände vollständig bebauen ließ.

Im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges wurden große Teile der Nordvorstadt zerstört. Lediglich in der Uferstraße, der Humboldtstraße sowie der Pfaffendorfer Straße blieb eine geschlossene Baustruktur erhalten.

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