Der Stadtteil Sellerhausen-Stünz liegt etwa 3 km östlich des Stadtzentrums von Leipzig. Dieser Stadtteil wird von den Stadtteilen Schönefeld im Norden, Paunsdorf im Osten, Anger-Crottendorf im Süden und Volkmarsdorf im Westen eingerahmt.

Die Nähe zum Leipziger Zentrum bietet viele Möglichkeiten, die alltäglichen Dinge des Lebens mit kurzen Wegen zu erledigen. Die Sehenswürdigkeiten wie der Zoo, das Völkerschlachtdenkmal und der Kleingartenpark Östliche Rietzschke und der Parkbogen Ost sind in unmittelbarer Nähe. Auch der Stadtteilpark Rabet sowie der Volkshain Stünzer Park sind fußläufig erreichbar. Durch die gut erreichbare Autobahn A14 und den 3 km entfernten Hauptbahnhof ist eine sehr gute Verkehrsanbindung gewährleistet. Zur Straßenbahn sind es nur 1 Minute zu Fuß. Von dort kommt man in wenigen Minuten zum Augustusplatz und zum Hauptbahnhof.

Am 1. Januar 1890 wurde die 7200 Einwohner zählende Gemeinde Sellerhausen nach Leipzig eingemeindet. In den Folgejahren setzte an der Wurzner Straße und deren Querstraßen die Bebauung mit viergeschossigen Wohnhäusern in geschlossener Bauweise ein. Dies hatte eine zunehmende Verstädterung und zugleich die Zurückdrängung der Landwirtschaft (Gemüseanbau zur Versorgung von Leipzig) zur Folge. 1892 wurde Sellerhausen aus der Kirchgemeinde Schönefeld ausgepfarrt und war fortan eine eigenständige Kirchgemeinde. Von 1898 bis 1900 wurde die Emmauskirche nach Plänen des Leipziger Architekten Paul Lange errichtet. In der darauf folgenden Zeit war die Entwicklung Sellerhausens nicht nur administrativ mit der Entwicklung der Stadt Leipzig verbunden. Die landwirtschaftliche Prägung des alten Dorfkerns ging immer weiter zurück, war aber noch bis in die Jahre nach 1990 deutlich erkennbar. In der Gegend um die südlich der Wurzner Straße gelegene Dorfstraße - die heute „Zum Kleingartenpark heißt - war dies besonders stark erkennbar. Vielmehr prägte aber die Industrie in Sellerhausen - aber auch den Nachbarstadtteilen Schönefeld und Paunsdorf - zunehmend den Charakter dieses Stadtteils. Allerdings unterschied sich Sellerhausen durch seine Lage am Rande Leipzigs und die Anlage von Schrebergärten in den fruchtbaren Auen der Rietzschke von reinen innerstädtischen Wohngebieten. Stünz war bis zur Eingemeindung 1910 eine selbständige Gemeinde und wurde danach dem Stadtteil Sellerhausen zugeordnet.

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